Georg Christoph Biller

Georg Christoph Biller

Georg Christoph Billererhielt seine erste musikalische Ausbildung 1965-74 als Thomaner in Leipzig unter Erhard Mauersberger und Hans-Joachim Rotzsch. Als Chorpräfekt sammelte er hier bereits erste Erfahrungen im Dirigieren. Nach dem Abitur studierte er von 1976 bis 1981 Orchesterdirigieren und Gesang an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig. 1976 gründete er das „Leipziger Vocalensemble“.

Von 1980-1991 leitete er den Gewandhauschor Leipzig. Gleichzeitig lehrte er als Dozent für Chorleitung an der Kirchenmusikschule Halle. 1982 erfolgte die Gründung des Männerstimmen-Sextetts „Arion-Collegium“. Im selben Jahr erwarb er das Diplom im Orchesterdirigieren an der Sommerakademie des Mozarteums Salzburg. Seit 1983 ist er Mitglied der Akademie der Künste Berlin. 1985 wurde er mit dem Osaka-Musikpreis ausgezeichnet. 1991/92 lehrte er als Dozent für Chordirigieren an den Musikhochschulen Frankfurt/M. und Detmold.

1992 wurde er zum Thomaskantor zu Leipzig berufen und ist damit der sechzehnte Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach. Biller führt bei seiner Arbeit mit dem Thomanerchor die kirchenmusikalische Tradition seiner Vorgänger fort. Dabei legt er großen Wert auf einen liturgischen Aufbau der Motetten- und Konzertprogramme, in denen sich die gesamte Chortradition von den gregorianischen Anfängen bis hin zur Moderne wiederfindet. Er ist mit vielen zeitgenössischen Komponisten eng verbunden und auch selbst kompositorisch tätig.

In der Verpflichtung dem Werk Johann Sebastian Bachs gegenüber begann er 1992, die gesamten erhaltenen Bach-Kantaten zyklisch in chronologischer Reihenfolge durch die Thomaner und das Gewandhausorchester aufzuführen, wobei die Kantaten ihre Zuordnung zum entsprechenden Sonntag zum Kirchenjahr erhalten. 1994 wurde Georg Christoph Biller zum Professor für Chordirigieren an der Hochschule für Musik Leipzig ernannt.

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